Südsteiermark

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Die Südsteiermark wird nach Norden hin ungefähr durch die Linie Deutschlandsberg-Wildon-Bad Gleichenberg von der übrigen Mittelsteiermark abgegrenzt. Die westlich und östlich der Mur gelegenen Teile der Südsteiermark werden entsprechend der Unterteilung in West- und Oststeiermark als Südwest- und Südoststeiermark bezeichnet. Dieser Teil der Steiermark wird auch als Thermenregion bezeichnet, da es in Bad Radkersburg und Bad Gleichenberg entsprechende Kureinrichtungen gibt. Auch in der Nähe von Ehrenhausen ist die Errichtung einer Therme, der sogenannten Weinlandtherme geplant (Stand Februar 2006).

Die Südsteiermark wird auch die „steirische Toskana“ genannt, wegen der hügeligen Landschaft und des hervorragenden Weins. Drei Viertel der für den Weinbau genutzten Hänge weisen ein Gefälle von mehr als 26 % auf, womit diese zum Bergweinbau gezählt werden. Das Tor zur Südsteiermark bildet die Bezirkshauptstadt Leibnitz, die mit einem alljährlichen Weinfest die Rebkultur feiert. Obwohl die Südsteiermark für ihre weißen Weine bekannt ist, gibt es auch hervorragende rote Weine wie den Zweigelt oder Blauburgunder.

Das Markenzeichen der Region ist aber der aus der Weststeiermark stammende Schilcher. Dieser spezielle Roséwein wird aus den Trauben der Blauen Wildbacherrebe gewonnen. Den Namen Schilcher darf nur ein Wein tragen, der zu 100 % aus Blauem Wildbacher gekeltert und in der Steiermark angebaut wurde.

Ein weiteres kulinarisches Highlight der Südsteiermark ist das steirische Kernöl. Das Kernöl wird aus den Kernen des Kürbisses gewonnen. Der in Europa erst seit dem 19. Jahrhundert kultivierte Kürbis wird mit Maschinen oder von Menschenhand geerntet und entkernt. Die Kerne werden getrocknet, geröstet und schließlich zu Öl gepresst. Das „grüne Gold“ wird zum Verfeinern von Salaten verwendet, es gibt aber auch sehr gute warme und kalte Speisen mit Kernöl.

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